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| Neue Beobachtungen über das orientalische Pferd und seine Anverwandten / HESS Karl Adolf Heinrich, 1832 | |||||||||||
Neue Beobachtungen über das orientalische Pferd und seine Anverwandten — Von Adolph
Hess, Mitglied der königl. preussischen Akademie der Künste und Wissenschaften
/
HESS Karl Adolf Heinrich
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| Allemand |
« Es sind nun schon eine Anzahl Jahre, dass ich einer alten Gewohnheit zu Folge, die
an Pferden und andern auf dies Fach sich beziehenden Gegenständen gemachten Bemerkungen
aufzeichnete, um selbe zu sammeln, und gelegentlich zu einem Ganzen zu ordnen.
Ungünstige Verhältnisse in Verbindung mit den nöthigen Kunstgeschäften verhinderten
die Ausführung.
Durch eine sechsjährige Reise in mehrere Länder von Europa, das südliche Russland,
Constantinopel, Griechenland und Italien, die zwar zu neuen Beobachtungen reichlichen
Stoff darbot, wurde auch ein neuer Aufschub herbei. geführt, und nur erst seit Kurzem
sah ich mich zur Vollendung der Arbeit in Stand gesetzt.
Die genaue Kenntniss des menschlichen Körpers, als Vorbereitung für den Geschichtsmaler,
so wie überhaupt für jeden Künstler, selbst den Blumenzeichner unerlässlich, musste
nothwendig das Studium des Pferdes erleichtern, und führte zu einer Menge Vergleichungen,
die um so genauer zusammenpassen, als das Pferd, seinem Range in der Thierschöpfung
zu Folge, sich zunächst an den Menschen anreiht, Ich habe daher Letzteren für die
Schönheit des edlen Pferdes, von dem das Gesetz ausgeht, gleichsam als Unterlage betrachtet,
es aber so mit ihm zusammen gestellt, dass dessen geistigen und körperlichen Vorzügen
keineswegs dadurch zu nahe getreten wird
Isis von Ocken. Viertes Heft, 1822, Seite 482. Endlich hält Aristoteles mit Recht
die Organisation des Menschen für die vollendetste und vollkommenste aller thierischen
Geshöpfe, und stellt den Menschen.
Warum ich aber gerade das nackte Pferd, ohne Umgebung, ohne Begleitung, seit geraumer
Zeit zum Gegenstande meiner Bearbeitung gewählt, davon glaube ich eine hinlängliche
Ur- sache angeben zu können. Ich fühlte die Einseitigkeit in diesem Theile der Kunst
sehr gut, der gegenwärtig sich fast nur auf Bildnisse beschränkt, die in einfachen,
ruhigen, und daher oft wiederholten Stellungen von der Natur über-getragen werden
müssen, damit der Liebhaber seinen Gegenstand eben so ruhig betrachten könne, als
der Käufer des lebenden Pferdes, der erst nach langsamer Untersuchung der Theile zur
Bewegung übergeht[…] » Présentation de l’éditeur (1832)
: Arabe (AR) , Bohême , cheval oriental , race