Bibliothèque mondiale du cheval

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System der Pferde-Gymnastik — 1888 / PLINZNER Paul, 1888
System der Pferde-Gymnastik : den Offizieren der deutschen Reiterei gewidmet — von Paul Plinzner, Rittmeister der Landwehr-Kavallerie, Stallmeister Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhem von Preuzen. / PLINZNER Paul
: Potsdam , E. Döring, 1888
: 1 vol.
: XV-112 p.
: in-8°
Allemand

: Equitation / Dressage - travail du cheval

« In Nr. 65 des Jahrganges 1886 des „ Militär- Wochenblattes " veröffentlichte ich unter der Ueber- schrift: „Werden durch die gesteigerten Anforderungen an die Kavallerie Modifikationen in der Dressur des Soldatenpferdes bedingt ?" einen Artikel, in welchem ich meine Grundsähe über Pferde- Dressur, kurz zusammengefaßt, der Erwägung der Berufs-Kavalleristen unterbreitete. Ausgehend von der Beobachtung, daß die Mehrzahl unserer Schwadronspferde nicht als „Rückengänger" arbeiten und dadurch sich selbst und den Reitern die Arbeit wesentlich erschweren, suchte ich darzuthun, daß unrichtige Begriffe von „Aufrichtung" in der militärischen Pferde-Dressur außerordentlich viel Unheil stiften, während unser erstes und hauptsächlichstes Streben sein müsse, das Kavalleriepferd in einer unbedingten, Beizäumung zu bestätigen". Ich faßte sodann meine Grundsäße über Bearbeitung des Pferdes in dem Sahe zusammen : „Die Sammlung des Pferdes erfolgt durch das Gegeneinander- wirken der Kräfte der Nachhand einerseits und der Gewichte der Vorhand andererseits. Die Aufrichtung der Vorhand muß lediglich Resultat der Sammlung sein, und darf nicht durch aufrichtende Arbeit der Hand angestrebt werden.
In Nr. 85 desselben Jahrganges brachte dar- auf das ,,Militär - Wochenblatt" einen Aufsatz : ,,Sind Inhalt und Form der heutigen Reitkunst im Einklange ?", in welchem der ungenannte Herr Verfasser die Ansicht aussprach, daß die von mir geschilderte Reitweise diejenige sei, welche that- sächlich von den guten Reitern in der Armee ausgeübt werde. Trotzdem habe sich diese Art zu reiten auffälliger Weise nicht durchweg Bahn ge n mir geschilderte Reitweise diejenige sei, welche that- sächlich von den guten Reitern in der Armee ausgeübt werde. Trotzdem habe sich diese Art zu reiten auffälliger Weise nicht durchweg Bahn gebrochen, vielmehr werde von jenen guten Reitern anders gelehrt als sie selbst ritten. Während sie persönlich stets das ganze Pferd arbeiteten, hätten sie es bei ihrem Unterrichte immer mit dem Genicke zu schaffen. Mir schien in diesem Ausspruche außerordentlich viel Wahres zu liegen. Daß eben immer auf einzelne Theile eingewirkt werden soll, während mit Vortheil doch nur das ganze Pferd zu bearbeiten ist, darin liegt wohl ein Kardinal-fehler unserer vulgären militärischen Pferde-Dressur. […] » Présentation de l’éditeur (1890)