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| Wie ist die Beizäumung des Pferdes zu gewinnen und zu erhalten ? — 1893 / PLINZNER Paul, 1893 | |||||||
Wie ist die Beizäumung des Pferdes zu gewinnen und zu erhalten ? mit 4 Augenblicksbildern
— von Paul Plinzner, Leibstallmeister Sr. Majestät des Kaisers und Königs. Mit vier
Augenblicksbildern.
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PLINZNER Paul
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| Allemand |
« Wer, auf dem Boden der von mir vertretenen Grundsätze stehend, eine Kavallerietruppe übernimmt, findet in derselben, wie die Verhältnisse heutzutage liegen, nur wenige Pferde, welche so gehen, wie wir es für richtig halten. Ein sehr erheblicher Prozentsatz ist das, was wir „Schenkelgänger" nennen. Um in dieser Lage schnelle und durchschlagende Erfolge zu erzielen, heißt es mit aller Energie an die Arbeit des Umformens gehen und die Hälse kippen, um die weggerittenen Rücken wieder hoch und Schwung in die stumpf gewordenen Gänge zu bringen. Die vorliegende Arbeit soll in erster Linie und im Besonderen dem in solcher Lage befindlichen Gesinnungsgenossen ein Rathgeber sein, sie soll aber ferner und im Allgemeinen jedem Anhänger der „unbedingten Beizäumung“ und „elastischen Rückenaufwölbung", möge derselbe nun als Fachmann thätig sein, möge er seiner Stellung wegen reiten müssen oder seines Vergnügens wegen reiten wollen, in der Noth des täglichen reiterlichen Lebens eine kleine Unterstützung gewähren, denn von zehn Pferden, die er in die Hände bekommt, wird es sich gewiß bei neun darum handeln, zunächst die Hälse zu kippen. Ich möchte mich ferner der Hoffnung hingeben, daß auch diejenigen, welche die von mir vertretenen Grundsätze nicht theilen zu können glauben, dennoch in dieser Arbeit manches Verwerthbare finden werden, denn beizäumen wollen doch auch diejenigen ihre Pferde, welche ohne Heben der Hälse das Gleichgewicht nicht für erreichbar halten. Es würde endlich die vorliegende Schrift auch dann nicht unnüz werden, wenn in der Armee und, von da ausgehend, in der ganzen Reiterwelt die von mir vertretenen Grundsäke zur allgemeinen Anerkennung gelangen sollten, denn, wie man auch die Pferde in Beizäumung und Rückenaufwölbung befestigen möge, ungeschickte und träge Reiter, welche jedes Pferd zum Schenkelgänger machen, wird man nie ganz wegschaffen können. Kurz: „Beizäumen" ist und bleibt das tägliche Brot der Reiterei. » Présentation de l’éditeur (1893)
: aides , Allemagne , allongement de l’encolure , assouplissement , cavalerie , débourrage , dressage , éperons , exercice , mise en main , position du cavalier , rassembler