|
L’ouvrage est entièrement numérisé et disponible sur le site : |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Der Reuter und sein Pferd. Ein kavalleristisches Fragment / KRESS VON KRESSENSTEIN Carl, 1848 | |||||||
Der Reiter und sein Pferde. Ein Kavalleristisches Fragment. Von Carl Freiherrn Kress
von Kressenstein, k. k. Feldmarschall-Lieutenant, Sr. k. k. apostolischen Majestät
wirklicher Kämmerer, Oberst-Inhaber des siebenten Chevauxlegers-Regiments, Festungs
Commandant zu Ofen, Ritter des russisch-kaiserlichen St. Annen-Ordens zweiter Klasse
und des französischen Militär-St. Ludwig-Ordens.
/
KRESS VON KRESSENSTEIN Carl
|
|||||||
|
|||||||
| Allemand |
« […] Bruchstücke aus meinem Memoire ohne mein Vorwissen drucken zu lassen. Da hiedurch
ein Theil meiner Arbeit, schon ohne meinen Willen, bekannt wurde, glaube ich das Ganze
veröffentlichen zu sollen, theils aus Besorgniſs, daſs die bereits gedruckten Bruchstücke
nicht im wahren Sinne aufgefaſst werden dürften, theils und noch mehr aber um nicht
glauben zu lassen, als hätte ich meine Ansichten aus diesem immerhin geschätzten Werke
geschöpft.
Meines Wissens besteht bis nun von keinem Militär, welcher selbst in Reih und Glied
gestanden hat, eine zweckmäſsige Anleitung, um den Reuter möglichst schnell reuten
zu lernen, und das junge Pferd baldigst und im kräftigsten Stand ohne in irgend einer
Beziehung angegriffen worden zu seyneinrangiren zu können. Um das Kavallerie-pferd
richtig zu beurtheilen, oder vielmehr, um dasjenige richtig zu erkennen, was ein solches
Lastthier denn das Soldatenpferd ist rrun doch einmal nichts anderes– in Reih und
Glied leisten soll, muſs man aber auch in Reih und Glied eine geraume Zeit gestanden
haben. Hier erst lernt man was oft so ein armes Thier, mit einer schweren Last auf
dem Rücken, selbst auf dem ungünstigsten Boden alles leisten und ausführen muſs, welchen
Drückungen und Pressungen es oft unausweichlich ausgesetzt ist, und welchen fürchterlichen
Paraden es unterworfen wird, um auf das so bedeutungsvolle Halt auf der Stelle stehen
zu bleiben. Hier erst kann man lernen, was für eine richtige Vorbereitung dieses oft
von der Natur in seinem Körperbau so verwahrloste Thier erhalten müsse, um, ohne Beeinträchtigung
seiner Glieder, alles zu leisten, was die Evolutionen unumgänglich erheischen. Wer
nur einen leisen Begriff hat was für eine gute Anleitung das Pferd erhalten haben
muſs, um sich von der Stelle mit Bestimmtheit richtig rechts und links in Galopp setzen
zu können besonders wenn der Reuter seine Stangen- zügel in Einer Hand und nur mit
dem kleinen Finger der Linken getheilt hat, wo er dem Pferd seinen Willen nicht mit
Bestimmtheit, sondern nur sehr zweideutig, zu erkennen zu geben vermag der wird von
der Nothwen-digkeit durchdrungen seyn, daſs ein Kayalle-riepferd in seiner Art sehr
richtig ausgearbeitet werden müsse, um allen Anforderungen mit Erfolg zu genügen.
Mit stets regem Eifer habe ich gestrebt eine einfache Darstellung über die Bildung
des Mannes zu Pferd, so wie über die Dressur des Pferdes selbst auszuar- beiten, und
dabei vorzugsweise getrachtet, solche auf ganz einfache und klare Grundsätze zurückzuführen,
insbesondere aber eine Füh- rungsart auszumitteln, welche, wenn der Reuter seine Stangenzügel
in der linken Hand führt, den Anforderungen an das Soldatenpferd vollkommen entsprechen,
und das Verfahren des Reuters bei der Führung unendlich erleichtern dürfte.[…] » Présentation
de l’éditeur (1848)
: cavalerie , cheval de troupe , initiation , Prusse