Bibliothèque mondiale du cheval

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Populäre Vorlesungen über Reiterei / MONTETON Ludwig Wilhelm Otto Digeon VON, 1857
Populäre Vorlesungen über Reiterei: Zur Unterhaltung und zum Selbstunterricht von Dijeon Freiherrn v. Monteton, Premier-Lieutenant im Königlich Preußischen 10. Husaren-Regimente. / MONTETON Ludwig Wilhelm Otto Digeon VON
: Magdeburg , Leipzig , Gebrüder Baensch, 1857
: 1 vol.
: VI-148 p.
Allemand

: Equitation / Initiation - travail du cavalier

« […] Der einzige Grund, der mich bestimmte, diese Blätter der Deffentlichkeit zu übergeben, ist der, daß die Meisten nur ein Buch über Reiterei zur Hand nehmen, wenn sie bei irgend einer Gelegenheit mit dem Schatz ihrer Hülfen zu Ende sind, und den Rathgeber wieder gleich zur Seite legen, sobald sie derselbe glücklich an der Klippe vorüber= geführt hat, an der sie zu scheitern fürchteten. Dies hat wohl allein seinen Grund darin, daß jene so vortrefflichen Bücher nur reine Lehrbücher sind, und daher kam ich auf den Gedanken, dem Stoffe, soweit er es erlaubte, eine mehr unterhaltende Form zu geben, auch bei der Behandlung der einzelnen Gegenstände absichtlich niemals, weder in Bezug auf die Erweiterung, noch auf die Vertiefung des zu behandelnden Stoffes, erschöpfend zu werden; denn einmal wäre ich daun auch in das Bereich der Lehrbücher gerathen, andererseits aber hätte ich dem Verstande des Lesers die angenehme Beschäftigung geraubt, sich selber aus einzelnen hingeworfenen Zügen logische Schlußfolgerungen zu ziehen; was viel bleibendere Vortheile stiftet, da dies unwillkürlich einen denkenden Reiter schafft. Diesen Vortheil sollte der Leser nicht mir, sondern sich selber zu danken haben. Ob mir dies gelungen, ist natürlich eine andere Sache, und mancher Leser wird leicht mit Recht sagen: ich finde an dem Buche weiter Nichts unterhaltend, als meine eigenen Gedanken.
Daß ich nun durch diese Art, die Sache zu behandeln, mich vielfachen Mißverständnissen aussekte, ist mir bekannt; doch will ich den Tadel, der mir wird, gern tragen, wenn ich dadurch den Vortheil erreichen sollte, bei einigen jungen Offizieren in der Armee ein Interesse für den geistigen Theil der Reitkunst geweckt zu haben, denn dann werden dieselben gewiß sich mit dem Seidler beschäftigen und alles etwa hier falsch Verstandene durch jene klare und sichere Darstellung zu einer richtigen Ansicht modificiren.[…] » Présentation de l’éditeur (1857)